Infomonitor (historische Hintergrundinformationen)

und Bücherwand

Zu Beginn der NS-Herrschaft 1933 lebten In Schöneberg über 16.000 jüdische Einwohner, was einem Anteil von 7,35% aller Schöneberger Bürger entsprach. Besonders beliebt als Wohnquartier war seit der vorletzten Jahr- hundertwende das damals gerade neu entstandene Bayerische Viertel. Während der NS-Zeit wurden über 6.000 jüdische Bewohner vor den Augen ihrer Nachbarn aus Schöneberg in die Vernichtungslager deportiert. Im Bezirk Tempelhof lebten damals etwa 2.300 jüdische Bürger (2,03%), von ihnen wurden 230 deportiert. Solche und andere historische Informationen, auch zeitgenössische Fremdwörter aus den biografischen Alben, wie Alija oder Affidavit, werden erklärt,­ unterstützt auch durch Zeittafeln. Zum Film „Geteilte Erinnerungen“ gibt es die für DVDs üblichen Credits wie die Biografien zu den interviewten Zeitzeugen und Einzelabschnitte des Films.

 

Auf einer Bücherwand sind, wie in einem thematischen Handapparat, ausgewählte biografische Bücher von und über Zeitzeugen zur Vertiefung aufgestellt, es werden aber auch Veröffentlichungen aus anderen Bezirken zu den jüdischen Bewohnern zwischen 1933 und 1945 zur Verfügung gestellt.