Interviewfilm „Geteilte Erinnerungen“

(Dauer: 44 Min., Kurzversion 30 Min., wird jede volle Std. auf Anfrage im Filmraum gezeigt)

 

 

Aus den zahlreichen Filmdokumenten von Zeitzeugen aus den Jahren 1983 bis 2005 entstand mit Unterstützung des „Beauf- tragten der Bundesregierung für die Angelegenheiten der Kultur und der Medien“ der Interviewfilm „Geteilte Erinnerung“ von Monica Wenczel und Katharina Kaiser. Zur besonderen Dramaturgie dieses Films gehört es, dass hier vier jüdische Zeitzeugen und elf etwa gleichaltrige nichtjüdische Zeitzeugen zu Wort kommen, ohne dass dies den Zuschauern vorab vermittelt wird. Und so erzählen sie im ersten Teil die gleichen Geschichten von den Schulen und den Kinderspielen auf dem Bayerischen Platz. Aber gleich 1933 gehen die Erzählungen auseinander, die unterschiedlichen Erfahrungen prallen am Ende aufeinander, ohne dass sich die Protagonisten begegnet wären. Trotz des schlichten, mit langsamen Schnitten und ohne Effekte arbeitenden Interviewfilms sagen Schüler heute, der Film sei „spannend“, auch wenn dieser ihren Sehgewohnheiten von aktuellen Dokufiction-Filmen nicht entgegenkommt.