Pressemitteilung

für das Rahmenprogramm I + II  2017

 

Ankündigung und Einladung

 

Di, 25. April 2017, 19:00 Uhr

Rathaus Schöneberg, Goldener Saal

 

„Das Paradies im Ghetto“ 

Jüdische Schulen in Berlin während des Nationalsozialismus 

Vortrag von Dr. Simone Ladwig-Winters

Moderation: Dr. Beate Kosmala

 

Für jüdische Kinder und Jugendliche gestaltete sich nach 1933 das Schulleben in den allgemeinbildenden Schulen immer schwieriger: Viele erfuhren Diskriminierung und persönliche Herabsetzung. Unter den neuen politischen Vorzeichen zerbrachen unzählige Freundschaften. Doch außer einigen kleineren Privatschulen, wie der Zickel-Schule, gab es nur wenige Alternativen für die Schülerinnen und Schüler. Erst nach und nach wurde ein jüdisches Schulwerk in Berlin aufgebaut.

Wie die Entwicklung bis zur endgültigen Aufhebung der Schulpflicht 1942 verlief und welches Angebot die Schulen bereithielten, führt die Historikerin Dr. Simone Ladwig-Winters auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse aus.

 

 

Di, 9. Mai 2017, 19:00 Uhr

Rathaus Schöneberg, Goldener Saal

 

„Erinnert werden“ -

Zugänge zum zeitgeschichtlichen Lernen mit Kindern

Vortrag von Prof. Dr. Detlef Pech

Moderation: Dr. Simone Ladwig-Winters

 

In den vergangenen 15 Jahren widmete sich die didaktische Diskussion zunehmend der Frage nach der Bedeutung und der Besonderheit zeitgeschichtlichen Lernens in der Arbeit mit Kindern. Empirische Arbeiten zu Vorstellungen und Wissensbeständen von Kindern über den Holocaust/Nationalsozialismus wurden ebenso vorgelegt wie konzeptionell ausgerichtete Publikationen und konkrete Materialien für die Arbeit mit Kindern.
Die verschiedenen Ansätze fokussieren immer wieder auf die Bedeutung einer Auseinandersetzung mit Biografien. Das "Lernen an Biografien" nimmt die Idee auf, dass es um den einzelnen Menschen geht und dieser zu einem Prisma für das Zeitgeschehen werden kann.
Der Vortrag greift diese Ansätze auf und bündelt sie, um daraus Konsequenzen für die pädagogische Thematisierung zu ziehen.

Prof. Dr. Detlef Pech ist Professor für Grundschulpädagogik an der Humboldt Universität. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist die politisch-historische Bildung von und mit Kindern, insbesondere die Auseinandersetzung mit dem Holocaust.

 

Jahresthema „Flüchtige Kindheit“                                                                

Unter dem Titel „Flüchtige Kindheit“ widmet sich das Rahmenprogramm der Ausstellung „WIR WAREN NACHBARN − Biografien jüdischer Zeitzeugen“ mit seinem Jahresschwerpunkt 2017 dem Thema der Kindheit unter den Bedingungen von Verfolgung, Flucht und Exil. Dabei wird in den verschiedenen Veranstaltungen sowohl der historische Bezug hergestellt, als auch die aktuelle Situation von Kindern und Jugendlichen sowie die pädagogische Seite beleuchtet.

 

Nähere Informationen: (030) 90277-2838,  Ansprechpartnerin: Regina Szepansky

Download des Einladungsflyers

Flyer RP1+2--2.JPG (123,2 KiB)